Hilfe bei der Suche nach einem Tierbestatter in Ihrer Nähe Tierbestatter finden

Pferd stirbt: Anzeichen, Ursachen und wie Sie Ihr Pferd begleiten

Altes Pferd mit Winterdecke grast auf einer frostigen Koppel

Anzeichen, dass ein Pferd stirbt

Pferde zeigen Schwäche oft erst spät. Das wird meist damit erklärt, dass sie Fluchttiere sind. Wenn ein Pferd stirbt, sind es häufig mehrere Anzeichen zusammen, die über Tage oder Wochen zunehmen:

  • Kein Appetit: Das Pferd lässt Heu und Kraftfutter stehen, kaut nur noch, lässt Futterballen fallen, trinkt wenig.
  • Starke Abmagerung: eingefallene Flanken, hervorstehende Hüfthöcker und Rippen, Muskelschwund am Rücken.
  • Rückzug von der Herde: Es steht abseits, reagiert nicht mehr auf die anderen Pferde, lässt sich wegdrängen.
  • Verändertes Verhalten: Apathie, gesenkter Kopf, hängende Unterlippe, kein Interesse an Ihnen oder am Futter.
  • Langes Liegen oder Mühe beim Aufstehen: Das Pferd liegt häufiger und länger, kommt nur noch nach mehreren Anläufen hoch oder schafft es gar nicht mehr.
  • Veränderte Atmung: flach und schnell oder angestrengt mit geblähten Nüstern, manchmal mit Stöhnen.
  • Kalte Ohren und Beine, blasse oder bläuliche Schleimhäute, schwacher Puls, Schwitzen ohne Anstrengung.
  • Schwanken, Zittern, Unruhe, Wälzen ohne Aufstehen, in den letzten Stunden Krämpfe oder Rudern mit den Beinen.

Sehen Sie mehrere dieser Anzeichen, rufen Sie den Tierarzt. Er kann Schmerzen lindern, den Kreislauf stützen und mit Ihnen entscheiden, ob es Zeit ist.

Woran sterben die meisten Pferde?

Zu den häufigen Todesursachen bei Pferden gehören Kolik, die als eine der wichtigsten überhaupt gilt, Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Hufrehe und Arthrose, Herz- und Kreislaufversagen, Altersschwäche mit Festliegen und Verletzungen nach Unfall oder Sturz. Viele dieser Pferde sterben nicht von selbst, sondern werden eingeschläfert, weil das Leiden nicht mehr zu lindern ist. Das ist wichtig zu wissen: Darauf, dass ein Pferd „natürlich“ stirbt, können Sie sich nicht verlassen.

UrsacheTypische AnzeichenWas zu tun ist
KolikScharren, Wälzen, Flankenschauen, Schwitzen, kein Kotabsatz, aufgeblähter BauchSofort Tierarzt; bei Darmverschlingung entscheidet er über Operation oder Einschläfern
Cushing (PPID) mit HufreheLanges lockiges Fell, Abmagerung, Muskelschwund, viel Trinken, Infekte, oft Hufrehe mit Klammheit und SägebockstellungLebenslange Behandlung mit Medikamenten; bei unbeherrschbarer Hufrehe Einschläfern
Herz- und KreislaufversagenLeistungsabfall, Atemnot, Ödeme an Brust und Beinen, Schwanken, ZusammenbruchTierarzt; der Tod kann plötzlich eintreten
Festliegen im AlterPferd liegt und kommt nicht mehr hoch, versucht es immer wieder, erschöpft sichSofort Tierarzt; oft bleibt nur das Einschläfern
Sturz, BeinbruchPlötzliche hochgradige Lahmheit, Fehlstellung, Nichtbelasten, SchockSofort Tierarzt; Brüche der langen Knochen lassen sich oft nicht oder nur schwer behandeln

Woran sterben Cushing-Pferde?

Das Equine Cushing-Syndrom, heute PPID genannt, ist eine Hormonstörung, die vor allem ältere Pferde betrifft. Gefährlich sind besonders ihre Folgen. Eine Hufrehe kann immer wieder auftreten und irgendwann nicht mehr beherrschbar sein. Weil die Abwehr geschwächt ist, drohen Infektionen. Abmagerung und Muskelschwund machen das Aufstehen schwer. Die Behandlung mit Medikamenten ist lebenslang nötig. Zusammen mit angepasster Fütterung lassen sich die Beschwerden oft über längere Zeit kontrollieren. Das Ende kündigt sich häufig durch eine Hufrehe an, die trotz Behandlung nicht ausheilt, oder dadurch, dass das Pferd immer öfter liegt. Dann ist es Zeit, mit dem Tierarzt über das Einschläfern zu sprechen, bevor das Pferd festliegt.

Sterben Pferde, wenn sie liegen?

Nicht vom Liegen selbst, aber vom langen Liegen. Ein gesundes Pferd liegt jeden Tag eine Weile, oft ein bis drei Stunden, auch flach auf der Seite. Den REM-Schlaf erreicht es nur im Liegen. Gefährlich wird es, wenn ein Pferd nicht mehr aufstehen kann: Langes Liegen kann Muskeln, Nerven und die Atmung belasten, und jeder vergebliche Aufstehversuch kostet Kraft. Ein festliegendes Pferd ist ein Notfall: Rufen Sie sofort den Tierarzt, bieten Sie Wasser an, halten Sie das Pferd warm und bringen Sie sich beim Helfen nicht selbst in Gefahr. Ob und wie das Pferd aufgerichtet wird, entscheidet der Tierarzt.

Wenn Pferde sterben wollen, so sagt man im Stall, legen sie sich hin und stehen nicht mehr auf. Das ist Beobachtung, nicht Wille. Ein Pferd, das sich nicht mehr erhebt, ist am Ende seiner Kraft. Merken Pferde, dass sie sterben? Sie merken, dass sie nicht mehr können, und suchen Ruhe und oft die Nähe der Herde oder des vertrauten Menschen.

Stirbt ein Pferd mit 30 Jahren? Alter und Lebenserwartung

Nicht unbedingt, denn das Alter allein entscheidet nicht. Viele Pferde werden heute 25 Jahre und älter, Ponys oft noch älter, und einzelne erreichen deutlich über 30 Jahre. Eine feste Altersgrenze, an der ein Pferd stirbt, gibt es nicht. Ein Pferd mit 30 kann fit sein, während ein Pferd mit 22 schon am Ende sein kann. Im Alter nutzen sich die Zähne ab, sodass Kauleistung und Gewicht sinken. Die Gelenke werden steifer, und Hinlegen und Aufstehen fallen schwerer. Die Hormonregulation lässt nach, deshalb tritt Cushing vor allem bei älteren Pferden auf. Auch das Herz wird schwächer. Alte Pferde brauchen eingeweichtes Futter, weichen Boden, Wärme im Winter und regelmäßige Kontrolle von Zähnen und Hufen. Und sie brauchen einen Menschen, der rechtzeitig erkennt, wann das Leben mehr Last als Freude ist.

Pferd stirbt nach Sturz oder an Kolik: Warum so schnell?

Warum sterben Pferde an Koliken? Unter anderem, weil sich der lange, bewegliche Pferdedarm verlagern, verdrehen oder verschlingen kann. Dann kann die Blutzufuhr abgeschnürt werden, der betroffene Darmabschnitt stirbt ab, und ohne rasche Operation droht der Tod durch Schock und Kreislaufversagen. Weil harmlose und lebensgefährliche Koliken am Anfang ähnlich aussehen können, gehört jede Kolik sofort in tierärztliche Hand. Nach einem schweren Sturz sind Brüche der langen Knochen, innere Blutungen oder Verletzungen an Kopf und Hals möglich. Brüche lassen sich bei einem so großen, schweren Tier oft nicht oder nur mit großem Aufwand behandeln, auch weil ein Pferd nicht wochenlang liegen kann. In beiden Fällen muss oft schnell über das Einschläfern entschieden werden, und es hilft, vorher zu wissen, was Sie wollen. Was dann zu beachten ist, lesen Sie in unserem Ratgeber darüber, wann und wie man ein Pferd einschläfern lässt.

Das Pferd beim Sterben begleiten

Wenn Sie und der Tierarzt sich für das Abwarten entschieden haben, weil das Pferd ruhig und schmerzfrei ist, helfen einfache Dinge. Eine große, weich eingestreute Box oder ein geschützter, schattiger Platz auf der Weide tut dem Pferd gut. Stellen Sie Wasser und eingeweichtes Futter in Reichweite und legen Sie bei kaltem Wetter eine Decke auf. Die Herde sollte in Sichtweite bleiben, damit das Pferd nicht allein ist. Sehen Sie regelmäßig nach, auch nachts. Bleiben Sie in der Nähe, sprechen Sie mit ihm und streicheln Sie seinen Hals. Und erlauben Sie sich, die Entscheidung zu ändern: Wenn das Pferd leidet, festliegt oder Atemnot bekommt, rufen Sie den Tierarzt und lassen Sie es einschläfern.

Warum schneidet man Pferden den Schweif ab, wenn sie sterben?

Schweifhaar oder eine Mähnensträhne abzuschneiden, ist ein verbreiteter Brauch. Heute dient das Haar vor allem als Andenken. Aus Schweifhaar lassen sich Armbänder, Anhänger, geflochtene Ringe oder Bilder fertigen. Manche Tierbestatter und Handwerker bieten das an. Schneiden Sie das Haar am besten ab, solange das Pferd lebt oder direkt nach dem Tod, bevor der Abdecker oder das Pferdekrematorium es abholt, und bewahren Sie die Strähnen sauber und trocken auf. Auch ein Hufabdruck in Ton oder Gips ist möglich. Manche Pferdekrematorien bieten ihn vor der Einäscherung an. Weitere Ideen für Erinnerungsstücke finden Sie auf unserer Seite über Andenken.

Wenn das Pferd gestorben ist: Tierkörperbeseitigung oder Pferdekrematorium

Nach dem Tod sollte das Pferd zügig abgeholt werden, entweder von der Tierkörperbeseitigung, dem Abdecker, oder von einem Pferdekrematorium, das das Pferd am Stall abholt und einzeln oder gemeinsam einäschert. Bei der Einzelkremierung bekommen Sie die Asche zurück. Für Pferde ist grundsätzlich die Tierkörperbeseitigung vorgeschrieben. Mit Genehmigung des zuständigen Veterinäramts darf das Pferd auch eingeäschert werden. Soll die Tierkörperbeseitigung das Pferd abholen, melden Sie den Tod dort unverzüglich (§ 7 TierNebG). Den Equidenpass geben Sie bei der Abholung durch die Tierkörperbeseitigung mit. Sonst machen Sie ihn ungültig und schicken ihn mit dem Todesdatum an die Stelle zurück, die ihn ausgestellt hat (§ 44b ViehVerkV). Ob Sie den Tod auch der Tierseuchenkasse melden müssen, regelt jedes Bundesland selbst. Fragen Sie dort nach. Sie können die anderen Pferde kurz an das tote Pferd lassen, wenn die Situation es erlaubt. Ob das der Herde den Abschied erleichtert, ist allerdings nicht sicher belegt. Was Schritt für Schritt zu tun ist, wenn das Pferd gestorben ist, erklärt ein eigener Ratgeber. Standorte und Preise finden Sie auf unserer Seite zum Pferdekrematorium. Wer das für ein altes Pferd vorher regeln möchte, findet die Möglichkeiten auf unserer Seite zur Vorsorge. Und wenn die Trauer bleibt: Sie ist bei einem Pferd, das oft zwanzig Jahre lang zum Alltag gehört hat, so berechtigt wie bei jedem anderen Verlust. Unser Ratgeber zur Trauer um das Haustier kann dabei helfen.

Häufige Fragen: Wenn das Pferd stirbt

Woran erkennt man, dass ein Pferd stirbt?

Typische Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Abmagerung, Rückzug von der Herde, häufiges Liegen oder Nicht-mehr-Aufstehen, veränderte Atmung sowie kalte Ohren und Beine. Treten mehrere Anzeichen zusammen auf, ist das ein ernstes Warnsignal.

Woran sterben Cushing-Pferde?

Gefährlich sind vor allem die Folgen: Hufrehe, die sich nicht mehr beherrschen lässt, Infektionen, Abmagerung und Muskelschwund. Oft wird das Pferd eingeschläfert, wenn das Leiden nicht mehr zu lindern ist.

Sterben Pferde, wenn sie liegen?

Nicht vom normalen Liegen. Gefährlich ist langes Liegen ohne Aufstehen. Ein festliegendes Pferd braucht sofort den Tierarzt.

Merken Pferde, wenn sie sterben?

Sie merken, dass sie schwach sind, ziehen sich zurück oder suchen Nähe. Ob sie den Tod verstehen, weiß niemand.

Warum sterben Pferde an Koliken?

Unter anderem, weil sich der Darm verdrehen oder verschlingen kann und ohne rasche Operation abstirbt. Jede Kolik gehört sofort in tierärztliche Hand.

Wie alt werden Pferde?

Viele Pferde werden heute 25 Jahre und älter, Ponys oft noch älter. Es gibt keine feste Altersgrenze.

Was passiert mit dem Pferd nach dem Tod?

Das Pferd wird von der Tierkörperbeseitigung abgeholt, der Sie den Tod unverzüglich melden, oder, mit Genehmigung des Veterinäramts, von einem Pferdekrematorium. Den Equidenpass geben Sie der Tierkörperbeseitigung mit, oder Sie machen ihn ungültig und schicken ihn an die ausstellende Stelle zurück.

Max Dostanko

Max Dostanko

Gründer des Projekts Tierbestattung.pro

Sie haben Fragen zur Tierbestattung? Senden Sie uns eine kurze Anfrage, wir melden uns bei Ihnen.